Olivenöl: 12 Dinge, die Sie wissen sollten

Olivenöl gehört wie Salz und Pfeffer in jede Küche. Das Öl der Olive wird aus ganzen Oliven gepresst und gilt als wichtiger Bestandteil der mediterranen Küche (Mittelmeerküche) als besonders gesund.

In Deutschland liegt der Der Pro-Kopf-Verbrauch pro Jahr bei ca. einem halben Liter Olivenöl mit jährlich steigender Tendenz. Im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn sind die Deutschen jedoch noch echte Anfänger. In Italien und Spanien liegt der Pro-Kopf-Verbrauch deutlich über 10 Litern und jeder Grieche verbraucht pro Jahr sogar über 15 Liter Olivenöl.

12 Dinge, die Sie über Olivenöl wissen sollten

Diese 12 Dinge sollten Sie über Olivenöl wissen:

1. Darf man mit Olivenöl braten?

Olivenöl ist sogar bestens zum Braten geeignet! Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Olivenöl als erste Wahl zum Braten und Frittieren. Man sollte nur wie bei jedem Lebensmittel darauf achten, dass es nicht anbrennt. Wenn es also über der Pfanne raucht, dann ist die Temperatur zu hoch.

2. Was ist eigentlich natives Olivenöl extra?

Nativ bedeutet "naturbelassen" und extra bedeutet "besonders gut". Der Name steht für die höchste Qualitätsstufe. Hierzulande dürfte es schwer sein, ein Öl mit einer anderen Bezeichnung zu bekommen, denn in Deutschland ist praktisch nur "natives Olivenöl extra" im Handel erhältlich.

3. Wieviele Kalorien hat Olivenöl?

Kalorien sind zwar nicht alles, wenn es um eine gesunde, fettarme Ernährung geht, aber wer gerne Olivenöl Kalorien zählt, der wird hier fündig:

  • 100 ml Olivenöl: 810 Kalorien (kcal)
  • 10 ml Olivenöl (ein Esslöffel): 81 Kalorien (kcal)
  • 5 ml Olivenöl (ein Teelöffel): 40 Kalorien (kcal)

4. Ist flockiges Olivenöl verdorben?

Nein. Bei Temperaturen unterhalb von +7 °C (z.B. im Kühlschrank) kann Olivenöl flockig werden. Dies ist normal und hat keinen Einfluss auf die Qualität des Öls. Bei den Schneeflockenartigen Kristallen handelt es sich um Wachse aus der Olivenschale, die bei diesen Temperaturen schon fest werden. Also um einen ganz natürlichen Bestandteil des Öls.

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5. Wie lange ist Olivenöl haltbar?

Bei richtiger Lagerung ist gutes Olivenöl leicht bis zu 24 Monate haltbar.

Bei falscher Lagerung wird Olivenöl jedoch auch deutlich schneller ranzig, was Sie leicht am Geruch erkennen werden. Chemisch gesehen, zerfallen dabei die Fette meist durch Oxidation zu übelriechenden Substanzen. Dies macht das Öl ungenießbar, ist aber in der Regel nicht gesundheitsschädlich. Denn wegen seinem hohen Fettanteil ist die Gefahr des Wachstums von gesundheitsschädlichem Schimmel oder Bakterien gering. Vorsichtig sollte man nur bei eingelegten Kräutern oder frischem Knoblauch sein. Diese Bestandteile schimmeln leichter, besonders wenn sie nicht mehr ganz vom Öl bedeckt sind.

6. Wie sollten Sie Ihr Olivenöl lagern?

Olivenöl wird am besten gut verschlossen an einem dunklen und kühlen Ort (10 bis 16 °C) gelagert. Einige Öl-Bestandteile sind anfällig gegen Oxidation durch Luftsauerstoff. Deshalb sollten Sie Ihre Olivenölflasche immer gut verschließen. Auch UV-Licht, beispielsweise durch direkte Sonneneinstrahlung, fördert diese Alterungsprozesse im Öl.

Ungefähre Haltbarkeit von Olivenöl bei unterschiedlicher Lagerung:

  • warm, offen im Sonnenlicht: wenige Tage
  • warm, offen, lichtgeschützt: mehrere Wochen
  • warm, lichtgeschützt, luftgeschützt: mehrere Monate
  • kühl, lichtgeschützt, luftgeschützt: mehrere Jahre

Am besten wird Olivenöl wie Wein gelagert. Wenn Sie einen Keller haben, empfehlen wir die Lagerung größerer Mengen Olivenöl dort. Für den täglichen Gebrauch in der Küche oder auf dem Esstisch bietet sich ein stilvolles und praktisches Ölkännchen oder eine Karaffe an.

7. Welche Inhaltsstoffe hat Olivenöl?

Olivenöl ist ein Naturprodukt mit vielen unterschiedlichen Bestandteilen:

  • Fettsäuren
    Olivenöl hat einen besonders hohen Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren
  • Vitamin E
  • Polyphenole
    Diese Scharf- und Bitterstoffe werden von Kennern auch geschmacklich hoch geschätzt. Sie sind außerdem für ihre entzündungshemmende und krebsvorbeugende Wirkung bekannt.
  • Chlorophyll
    Der Farbstoff der die Blätter (und Oliven) grün macht gibt auch dem Öl seine grüne Farbe.
  • Wachs
    Verantwortlich für die Schneeflockenartigen Kristalle bei gekühltem Olivenöl.
  • Alkohole und Ester aus der Frucht
    Diese geben dem Öl seine individuelle Note. Ihre Zusammensetzung unterscheidet sich wie beim Wein je nach Anbauort, Sorte, Reifegrad und Jahrgang.

8. Woher kommt das beste Olivenöl?

Die Frage nach dem besten Olivenöl, kann man genauso wenig beantworten wie die Frage nach dem besten Wein oder dem besten Käse. Rund um das Mittelmeer wird köstliches Olivenöl seit Jahrhunderten in verschiedensten Lagen und Oliven-Sorten hergestellt. Eine Liste der Länder mit der größten Olivenöl-Jahresproduktion finden Sie hier.

9. Wie erkennt man gutes Olivenöl?

Die Antwort ist: am Geschmack. Gutes Olivenöl ist wie guter Wein: Geschmackssache. Es kommt auf Ihre Vorlieben an. Ein gutes Öl hat eine ausgewogene Mischung von fruchtig, bitter und scharf. Gerade beim Geschmack gibt es gewaltige Unterschiede. Achten Sie auf die Bezeichnung "natives Olivenöl Extra", eine Herkunftsangabe und einen angemessenen Preis. Gutes Öl lässt sich nicht billig herstellen. Der durchschnittliche Preis pro Liter für ein Öl mit hervorragender Qualität liegt zwischen 15 und 30 €.

10. Muss es immer kaltgepresstes Olivenöl sein?

Die Antwort ist Ja. Aber sie werden sich auch schwer tun, etwas anderes zu finden, denn natives Olivenöl extra ist immer kaltgepresst oder kaltextrahiert, sonst darf es in Deutschland gar nicht verkauft werden. Deshalb ist auch der Hinweis "kaltgepresst" kein besonderes Qualitätsmerkmal.

11. Wie viele Oliven stecken in einem Liter Olivenöl?

Ein Olivenbaum trägt pro Jahr zirka 50-70 kg Kilogramm Oliven. Aus dieser Menge Oliven werden ungefähr 5 - 10 Liter Olivenöl gewonnen. Es ist schwer zu sagen, wie viele Oliven man genau für einen Liter Olivenöl benötigt, da es sehr große Unterschiede zwischen den verschiedenen Olivensorten, dem Erntezeitpunkt (je später im Jahr desto ölreicher sind die Oliven) und dem Anbaugebiet gibt. Der Ölgehalt schwankt natürlich auch mit der Anzahl an Sonnenstunden, der natürlichen oder künstlichen Bewässerung und dem Klima der Region. Aber als Anhaltspunkt kann man einen Wert von 3 bis 10 Kilo Oliven pro Liter Olivenöl annehmen.

12. Hilft Olivenöl gegen Mundgeruch und ist Olivenöl gut für die Haare?

Zuerst zum Mundgeruch: Hier lautet die Antwort ja, denn das Ölziehen gegen Mundgeruch ist nicht nur ein altes Hausmittel, sondern wird auch in der ayurvedischen Heilkunst Anwendung. Das Olivenöl bindet riechende Substanzen und hemmt die verantwortlichen Bakterien.

Wissenschaftliche oder fundierte Erkenntnisse zu der Frage, ob Olivenöl für die Haare gut ist, gibt es nicht. Im Internet gibt es aber unzählige Forenbeiträge und Erfahrungsberichte, sowie hübsch aufbereitete Informationen.

Wenn man all diese Beiträge zusammenfasst, kann man folgendes sagen: Bei trockenen Haaren mit spröden Spitzen, scheint eine Kur mit Olivenöl zu helfen. Das Öl sollte aber nur an den Spitzen aufgetragen werden (Einwirkzeit etwa 30 Minuten bis 1 Stunde) und danach gründlich mit Shampoo ausgewaschen werden.

Bei Hundebesitzern gilt ein Esslöffel Olivenöl im Futter als Geheimtipp für glänzendes Fell. Ob das gleiche auch für Menschen gilt, wissen wir leider nicht ;-)

Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Anwendungen für Produkte die aus dem Olivenbaum gewonnen werden, von Oliven-Seife und -Kosmetik bis hin zu Olivenblättertee. Lesen Sie dazu unseren Artikel wie sie Olivenöl Seife selbst herstellen können.

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Kommentare

Danke für die Informationen. Leider sagen Sie nichts über den Säuregrad, der auch bei "guten" (=teuren) nativen Ölen recht unterschiedlich, also vom Geschmack her recht unangenehm sein kann.

Sehr geehrter Herr Waser, vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie haben Recht, damit man ein Öl als "natives Olivenöl extra" bezeichnen kann, darf das Öl nicht mehr als 0,8 g freie Fettsäuren je 100 g enthalten, Zitat aus der Verordnung:

Natives Olivenöl extra
Natives Olivenöl mit einem Gehalt an freien Fettsäuren, berechnet als Ölsäure, von höchstens 0,8 g je 100 g sowie den sonstigen fu¨r diese Kategorie vorgesehenen Merkmalen.

Die entsprechende Quelle finden sie auf Seite 115 des folgenden PDFs: europäischen Verordnung 1234/2007.

Leider ist es jedoch nicht möglich die Säure direkt zu schmecken. Denn Fettsäuren bzw. die Ölsäure schmeckt nicht sauer. Der Wert 0,8 g ist nur ein chemisches Merkmal, das einen relativ guten Hinweis auf die Qualität der Oliven und den Herstellungsprozess gibt. Hier ein weiteres Zitat zur Ölsäure:

In völlig reinem Zustand ist die Ölsäure farblos, ohne Geruch und Geschmack, nimmt an der Luft schnell Sauerstoff auf und wird gelb und ranzig.
- Pierer's Lexicon.

Man macht es sich zu einfach wenn man die Qualität von Olivenöl nur nach dem Fettsäuregehalt beurteilt, denn es wäre so als würde man die Qualität von Wein nur nach dem Alkohol- und Zuckergehalt beurteilen. Und so ist es beim Olivenöl: Manch einer / eine mag es bitter, kräftig, würzig, scharf oder eben lieber mild und fruchtig.

Unserer Meinung nach kommt es wie beim Wein ab einer bestimmten Qualitätsstfe nur noch auf den Geschmack und die Authentizität des Produktes an. Man genießt anders und bewusster je mehr man über ein Lebensmittel weiß. Das ist wie mit den Tomaten aus dem eigenen Garten.

Es wird wohl niemand ein Olivenöl so schmecken wie der Olivenbauer selbst wenn er es nach der Ernte zum ersten Mal noch direkt in der Ölmühle auf ein frisch geröstetes Stück Brot träufelt, egal ob das Öl 0,14 g oder 0,73 g freie Fettsäuren enthält.

Jochen Meyer
Apotheker, Autor Oelea Olivenöl

danke gut für meinen kurzvortrg

Hallo habe mal eine frage, habe mein frisches Olivenöl im Kanister im Auto vergessen, und jetzt ist es eingefroren ist das schlimm.MfG Heidi

Hallo Frau Karlapp,

eingefrorenes Olivenöl ist kein Problem. Olivenöl beginnt schon unterhalb von etwa 7°C trüb und flockig zu werden. Zuerst "gefrieren" die Wachsanteile des Öls. Die Kälte schadet dem Öl aber überhaupt nicht. Sobald das Öl wieder Raumtemperatur erreicht hat, wird es klar und flüssig.

Mit Grüßen von Oelea
Jochen Meyer, Apotheker

Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort.MfG Heidi Karlapp

Sollte Olivenöl nur in dunklen Flaschen gelagert werden oder kann man auch helle und durchsichtige Flaschen verwenden?

Hallo Frau Jochmann,
vielen Dank für Ihre Frage. Auch wenn es auf den ersten Blick verwirrt: Olivenöl sollte in dunklen Flaschen gelagert werden, man kann aber auch durchsichtige Flaschen verwenden.

Zur Erklärung: Die optimalen Bedingungen für die Aufbewahrung, bzw. Lagerung von Olivenöl sind

  • vor Licht geschützt,
  • verschlossen (vor Sauerstoff geschützt),
  • kühl (perfekt wären 10 °C bis 16 °C).

Der Hintergrund ist einfach. Bestimmte Inhaltsstoffe des Olivenöls, so z.B. die Ölsäure, reagieren mir Luftsauerstoff. Dabei wird das Öl ranzig und ungenießbar. Es ist aber alles eine Frage der Reaktionsgeschwindigkeit.

  • Licht (UV-Strahlung = Energie) beschleunigt das Ranzigwerden.
  • Sauerstoff beschleunigt das Ranzigwerden.
  • Hohe Temperaturen (Energie) beschleunigen das Ranzigwerden.

Am längsten hält sich Olivenöl also kühl, gut verschlossen, vor Licht geschützt. In durchsichtigen Flaschen wird Olivenöl, wegen der UV-Strahlung etwas schneller ranzig. Sie können Olivenöl aber problemlos einige Monate in durchsichtigen Flaschen aufbewahren. Trotzdem sollte man die Flasche verschließen und so gut es geht vor direktem Sonnenlicht schützen.

Ranziges Öl erkennen Sie übrigens eindeutig am Geruch und Geschmack, wie saure Milch, oder Wein der korkt. Anfangs ist es nur ein leichter Beigeschmack, der mit der Zeit aber immer unerträglicher wird. Ranziges Öl ist in größeren Mengen gesundheitsschädlich, was aber im Alltag selten eine Rolle spielt, da man richtig ranziges Öl einfach nicht "herunter bekommt".

Jochen Meyer
Apotheker, Autor Oelea Olivenöl

ich habe mir aus meiner Heimat 1l olivenöl schicken lassen,aber dieses Mal kam mir das Öl flüssiger vor als sonst. Dann habe ich 2 Gläser genommen und habe in eins etwas Olivenöl aus der Heimat und in das andere Glas Olivenöl aus dem Supermarkt ( ca 3,45Euro) getan und die Gläser zusammen im Kühlschrank aufbewahrt. Nach 3Tagen war das Öl aus dem Supermarkt komplett hart geworden und das andere Öl immer noch unverändert.Können Sie mir bitte sagen, ob das ein Merkmal für schlechte Qualität ist?(aus private Herstellung ).Danke

zu 1. Darf man mit Olivenöl braten?
und zu
10. Muss es immer kaltgepresstes Olivenöl sein?

Hallo,

ich hab da was ganz anderes gehört.

Olivenöl ist sehr empfindlich, darum wird es hydraulisch bei 26 bis maximal 28°C gepresst.
Die Angabe: "Kaltgepresst" ist schwachsinn, da es keine Aussage darüber ist, unter welchen Temperaturen gepresst wurde. Damit ist einfach nur eine Temperatur unter 250 °C gemeint.

Fazit: Man sollte mit guten Ölen GAR NICHT braten oder sie einer Hitze über 28° aussetzen. Man sollte seine Bratpfannen wegschmeißen, weil sie alle Nährstoffe zerstören.
Makrobiotisches Dünsten ist eine Alternative oder das Kochen von Suppen. Wobei man gute Öle immer erst am ende zu einer Mahlzeit dazu geben sollte. Und schlechte Öle soll man gar nicht erst kaufen.
Schaut euch einfach mal das 34 minütige Youtube Video von Dr. Mauch an (Die Bombe unter der Achselhöhle). Da erfahrt Ihr auch warum die Deutsche Gesellschaft für Ernährung "das Braten mit Olivenöl" empfiehlt.

Für weiteren Gedankenaustausch erreicht Ihr mich unter popchristian@yahoo.de

Hallo Christian,
die Vermutung unter 250° C ist nicht richtig.

Hier die gesetzlichen Grundlagen (Quelle):

Die Angabe „erste Kaltpressung“ ist nur zulässig bei nativem Olivenöl extra und nativem Olivenöl, das durch die erste mechanische Pressung der Olivenmasse bei höchstens 27 °C in einem traditionellen Extraktionssystem mit hydraulischer Presse gewonnen wurde.

Die Angabe „Kaltextraktion“ ist nur zulässig bei nativem Olivenöl extra und nativem Olivenöl, das durch Perkolation oder Zentrifugierung der Olivenmasse bei höchstens 27 °C gewonnen wurde.

Oelea war im November 2013 wieder in Griechenland bei der Olivenernte dabei. Das Olivenöl läuft lauwarm, also gefühlt ca. 25°C, aus der Presse heraus.

Zum Braten mit Olivenöl gibt es verschiedene Meinungen, die auf unterschiedliche Überlegungen gründen. Hierzu ist zu sagen, dass Olivenöl im Mittelmeerraum schon immer zum Braten und Kochen verwendet wurde.

Um gesund zu bleiben ist das Wichtigste, auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung zu achten.

Jochen Meyer
Apotheker, Autor bei Oelea

Dieser Artikel ist sehr ansprechend gestaltet, denn er enthält alle Informationen, die für Olivenöl von Bedeutung sind, kurz, präzise und anschaulich!
Lutz Berninger

Wieviel Öl sollte man als Empfehlung tgl. pur genossen zu sich nehmen?

Es gibt keine Empfehlung Olivenöl täglich pur zu sich zu nehmen. Olivenöl ist ein Nahrungs- und Genussmittel. Wir empfehlen eine ausgewogene abwechslungsreiche Ernährung, mit weniger Fleisch, weniger Zucker und Weißmehl, mehr Gemüse und Obst.

Jochen Meyer
Apotheker | Autor bei Oelea

Bitte beantworten Sie mir eine Frage hinsichtlich auf Kontaktallergene.
Enthält Olivenöl: Methyldibromo Glutaronitril und Phenoxyethanol,
Dibromdicyanobutan/Phenoxyethanol,
Paraffinum Liquidium und Lanolin Alcohol?

Meine Frage:Lässt sich der Ölgehalt anteilmäßig nach Kern und Fruchtfleisch bestimmen?

Interessante Frage. Je nach Reifegrad und Sorte schwankt das natürlich, aber der Kern macht etwa Viertel des Gewichts einer Olive aus. Der Kern enthält aber nur ungefähr 1% des Öls. Der Rest des Öls findet sich im Fruchtfleisch der Olive.

Hier gibt es noch ganz viele Details zu diesem Thema (englisch)

Jochen Meyer
Apotheker | Autor bei Oelea

Nativem Olivenöl werden keine künstlichen Stoffe hinzugefügt. Inwieweit Kontaktallergene Bestandteil der Olive sind bzw. (bei nicht-Bio-Oliven) durch Düngung oder Insektenschutz hinzukommen, ist mir leider nicht bekannt.

Jochen Meyer
Apotheker | Autor bei Oelea

Vielen Dank für die guten und verständlichen Informationen. Eine Frage hätte ich dennoch. Wie lange kann ich das Olivenöl bei Zimmertemperatur - z.B. im Küchenschrank -aufbewahren?

Ich habe Olivenöl vom Erezeuger in Plastikkanister(20l) bezogen. Die Hälfte ist bereits in Glasflaschen abgefüllt. Jetzt finde ich an der Innenwand der Plastikflasche leichte Schimmelbildung. Ist der Rest des Öls (ca. 10 l) noch genießbar ?

Olivenöl kann solange aufbewahrt werden, bis es ranzig wird. An der Luft und mit UV-Licht (Sonne) kann Olivenöl schon nach wenigen Tagen ranzig werden. Ranziger Geruch ist schwer zu beschreiben. Anfangs riecht das Öl nur "seltsam", mit der Zeit wird der Geruch aber so penetrant, dass das Öl nicht mehr genießbar ist.

Bei Zimmertemperatur (verschlossen, lichtgeschützt) kann man Olivenöl aber durchaus über mehrere Jahre aufbewahren.

Schimmel kann sich auf Olivenöl alleine eigentlich schwer bilden. Der Schimmel braucht Wasser zum Wachsen. Ich vermute, das Öl wurde sehr frisch abgefüllt. Dann sind im Öl noch wasserhaltige Schwebstoffe enthalten, die schimmeln können. Ich persönlich würde das Öl dann nicht mehr verwenden. Denn Schimmel ist nicht nur eklig, sondern kann auch (Stichwort Aflatoxine) gesundheitsschädlich sein.

Jochen Meyer
Apotheker | Autor bei Oelea

Ich habe in Italien sehr gutes Oliveöl gekauft und dann leider bei Hitze 2 Tage im Auto stehen lassen, verpackt in Papier. Ist das Öl jetzt verdorben?

Nach 2 Tagen im heißen Auto dürfte das Öl noch nicht verdorben sein. Hohe Temperaturen, Luft, Sonne lassen Olivenöl zwar unter Umständen sehr schnell ranzig werden, aber hohe Temperaturen ohne Luft und UV-Strahlung alleine müsste ein gutes Olivenöl kurzzeitig ohne Schäden überstehen. Rein chemisch gesehen ist es in diesem Fall eine Frage der Reaktionsgeschwindigkeit, die bei hohen Temperaturen deutlich erhöht wird.

Haltbarkeit von Olivenöl bei verschiedenen Lagerbedingungen über den Daumen gepeilt:

  • kühl, luft- und lichtgeschützt: mehrere Jahre
  • zu warm, luft- und lichtgeschützt: mehrere Monate
  • zu warm und offen (aber lichtgeschützt): mehrere Wochen
  • zu warm, offen im Sonnenlicht: ein paar Tage

Ergo: direktes Sonnenlicht und Luft sind wahrscheinlich am schädlichsten für die Qualität des Öls.

...über alles mögliche wird gefragt, nur, ist Olivenöl auch für Schönheits bzw. Pflege der Haut förderlich?
Meine Erfahrung ist: bei trockener, schuppiger Haut sollte man folgendes tun: zunächst den Körper warm Duschen und anschließend die Haut am ganzen Körper mit Olivenöl einmassieren. Da die Poren nach der warmen Dusche offen sind, so zieht das Olivenöl in kürzester Zeit ein. Die Haut ist anschließend weich, geschmeidig über Tage hinweg und das Körpergefühl einmalig! Und, alle Mineralstoffe des Olivenöls, helfen nicht der Schönheit der Haut, auch dem ganzen Körper organisch eine Wohltat...!

was bedeutet die Haltbarkeitsangabe "GIU.03 LIE206T" auf einer Flasche von
Natives Olivenöl Extra

Ich bedanke mich für diesen Kommentar, denn meine Fau und ich lagen im Streit über die Haltbarkeit von Olivenöl. Denn ich hatte gelesen, dass Olivenöl eine Haltbarkeit von nur 3 Monaten hat. Meine Frau hatte einen Salat mit dem Olivenöl vom Dezember 2013 hergestellt und war der Meinung, dass Olivenöl nicht mehr verzehrt werden kann, wenn es übel riecht. Dank Ihrer Ausführung kann auch ich jetzt diesen Salat geniesen.
Mit freundlichen Grüßen
Barackenede1

Ein Händler erklärte mir neulich, die Aufbewahrung von Olivenöl in Metallkanistern sei "besser" als in Glasflaschen. Außer der raumsparenden Verpackung will mir das aber nicht einleuchten.... Ist da was dran?
mit freundlichem Gruß C Bargholz

Glas oder Ton sind inert und deshalb meiner Meinung nach am besten für die Aufbewahrung (vorausgesetzt das Öl wird kühl lichtgeschützt gelagert).

Aber gegen Metallkanister ist grundsätzlich nichts einzuwenden.

Guten Tag,
wir haben zum ersten Mal unsere Oliven in einer Oelmuehle pressen lassen. Nun wurde uns gesagt, wir sollten das Oel zunaechst "eine Weile" lang stehen lassen. Eine genaue Zeitangabe konnte man uns nicht machen. Koennen Sie uns mit Richtwerten weiterhelfen?
Herzlichen Dank!
Th. Porombka

Natürlich können Sie das Olivenöl frisch aus der Mühle verwenden.

Wie auch Wein reift Olivenöl aber etwas nach. In den ersten Wochen nach der Ernte hat es oft noch einen scharfen leicht pfeffrigen Abgang der mit der Zeit einem milderen Geschmack weicht. Zum einen sind die Schwebstoffe die sich anfangs noch im Öl befinden dafür verantwortlich, zum anderen lässt sich ein gewisser Grad an Oxidation nicht vermeiden. Das Öl wird daher mit der Zeit etwas milder, besonders in den ersten Wochen.

Es gibt aber keinen Grund warum Sie das Öl stehen lassen müssen.

Lieber Herr Meyer,

können Sie mir zufällig weiterhelfen, was im Zuge der Produktion von Olivenöl/ Verarbeitung der Oliven mit "Extraktionsstraßen" gemeint sein könnte? (Die Ölmühle verfügt über zwei Betriebsanlagen mit drei Öl-Extraktionslinien/wegen/ straßen")
Vielen Dank!
Carolin Seifert

Gerne...

  • Die frisch geernteten Oliven werden bei der Ölmühle angeliefert und meist in einen, in den Boden eingelassenen Behälter gekippt.
  • Ein Fließband transportiert die Oliven auf ein Sieb wo sie mit Wasser von Erde, Staub, Blättern, usw. getrennt und gereinigt werden.
  • Von dort gelangen die Oliven in eine Mühle. Heutzutage meist Edelstahl, da sich Stahlmühlen besser kühlen lassen als Granitmühlen.
  • Der Oliven-Brei aus der Mühle wird dann zentrifugiert oder gepresst um die Flüssigkeit von den festen Bestandteilen, wie Schale oder Kern-Resten, zu trennen.
  • Aus der Flüssigkeit setzt sich das Öl nun vom Fruchtwasser ab.

Dieser so ganz grob beschriebene Prozess läuft automatisch ab, das heißt die Oliven werden von Arbeitsschritt zu Arbeitsschritt automatisch weitertransportiert. Über Fließbänder, Röhren, Schläuche, usw... bis am Schluss das fertige frisch gepresste Öl in die Fässer oder Lager-Tanks läuft. Die Aufeinanderfolge von verschiedenen Maschinen mit dem automatischem Transport wird Extraktionsstraße genannt.

Einfach 4 Wochen lassen.Dann setzt sich unten Früchtchen schon ab.dann unbedingt in andere Flasche umschütten. Hält dann länger. Melde Dich bitte mal .Peter Jazz

Hallo,
ich habe mich gefragt ob Öl wasser enthält,
wenn sie mir helfen könnten wäre es toll.
Viele grüße Heinz

Man sollte eigentlich meinen, Olivenöl enthält gar kein Wasser. Wenn man versucht Öl und Wasser zu mischen, trennen sich die beiden Schichten. Öl und Wasser trennen sich aber NICHT 100%ig.

Der Grund: Olivenöl besteht aus zahlreichen Inhaltsstoffen wie auch Chlorophyll welches maßgeblich für die grüne bis goldgelbe Farbe des Öls ist. Chlorophyll bindet einen gewissen Wasseranteil, sodass 1 Liter Olivenöl nativ extra je nach Sorte zwischen 1 und 2 Gramm Wasser enthalten kann.

Weshalb zerfällt Olivenöl in einen wässrigen Bodensatz und in den öligen Teil.

Das erlebe ich das erste Mal. Öl wurde in guter Qualität gekauft.

Hallo Herr Meyer!

Zunächst auch von mir ein herzliches Dankeschön, für Ihren informativen und spannenden Artikel!!!

Jetzt habe ich aber auch eine Frage, die vielleicht ähnlich schon einmal gestellt wurde :
Ich habe ein Dreierpack Natives Olivenöl extra einer großen deutschen Discountermarke geschenkt bekommen. Da ich das Öl nicht sofort gebracht habe, habe ich die noch verschlossenen Flaschen in einem lichtgeschützten Keller aufbewahrt. Die Raumtemperatur beträgt dort zwischen ca. 12 Grad C im Winter und ca. 16 Grad C im Sommer. Ich würde die Lagerung nun als kühl, luft- und lichtgeschützt bezeichnen.

Das Olivenöl habe ich bei unserem Umzug jetzt wieder "entdeckt". Das Mindeshaltbarkeitsdatum ist zum 30.04.2014 angegeben.

Nun meine Frage(n) :
1. Werde ich es schmecken, wenn das Olivenöl nicht mehr zum Verzehr geeignet ist?
2. Ist es Gesundheitsschädlich, falls es leicht "verdorben" wäre und ich es nicht direkt schmecke?
3. Was würden Sie mir raten? Fällt es bei o. g. Bedingungen noch unter mehrjähriger Haltbarkeit, auch wenn das MHD des Herstellers schon übeschritten wurde?

Würde mich über eine Antwort sehr freuen, denn ich würde das leckere Öl ungern wegschmeißen.

Besten Dank im Voraus.....
Hanni

1. Ja, wenn das Öl (richtig) ranzig ist werden Sie es schmecken.
2. Richtig ranziges Öl ist gesundheitsschädlich, allerdings ist der Geschmack von RICHTIG ranzigem öl so penetrant, dass es fast unmöglich ist, größere Mengen zu sich zu nehmen.
3. Ich würde Ihnen raten das Öl noch zu verwenden, denn bei kühler und vor allem lichtgeschützter Lagerung ist das Öl sicher noch vollkommen in Ordnung. Ich nutze in meiner Küche gerade ein Öl das 2012 "abgelaufen" ist, und es ist ausgezeichnet.

hnadelsübliches Glas, in das Wein und Öl gefüllt wird, ist nicht inert; es enthält in hoher Konzentration Erdalkaliperoxide - welche eben die Weinalterung erzeugen. Diese Peroxide sind eben in der Lage unter günstigen Reaktionsbedingungen (UV-Licht und/oder Wärme) das Olivenöl zu oxidieren - also ranzig werden zu lassen. Inertes Glas ist nur Silikatglas, wie es zu Laborzwecken verwendet wird. In der Lebensmittelverpackung findet es jedoch keine Verwendung. Hochwertige Metallkanister werden stets die beste Verpackung sein.

Hallo liebes Oelea-Team,
Kompliment für diese Seite - in kurzen Sätzen gutes Grundwissen vermittelt, wirklich toll!
Ich habe eine Frage um Thema trübes Öl: mein Arbeitgeber hat dieses Jahr Pasta-Sets als Kunden-Präsente für Weihnachten; neben Nudeln und Pesto ist eine 15cl-Flasche mit Olivenöl, welches in manchen Flaschen einen trüben, schleimigen Schleier aufweist.
Wenn es kein Öl wäre, würde ich sagen es sieht aus wie eine Essigmutter.... es riecht normal und hat einen etwas bittereren Geschmack.
Ist es denn trotz Schleier geniessbar?

Freundliche Grüße aus dem Odenwald,
H.Kordis

Hallo,
Zunächst vielen Dank für diese sehr informative Website!
Meine Frage: neuerdings bekommt man ja auch Olivenöl im "Schlauch". Das ist vor allem für den Transport sehr hilfreich. Aber besteht nicht die Gefahr, dass das Öl Substanzen wie Weichmacher oder andere aus dem Kunststoff löst? Wie sieht es wohl mit der Haltbarkeit aus?
Vielen Dank und beste Grüsse vom Peloponnes
U. Kubitscheck

Hallo Oelea-Team,
ich möchte mir in Italien frisches Bio-Olivenöl extra vergine bestellen.
Es ist wird abgefüllt in 5 Liter Metallkanister. Handelt es sich hierbei um Aluminium? Schadet das dem Bio-Öl? Sollte ich das Öl in Glasflaschen umfüllen oder lieber so aufbewahren? Vielen Dank für Ihre Antwort.
Viele Grüße
Heike

@H.Kordis: Wahrscheinlich handelt es sich einfach um Schwebstoffe (Fruchtbestandteile) die sich abgesetzt haben. Das ist kein Zeichen für schlechte Qualität, sondern kann sogar ein Zeichen für besonders gute Qualität sein. Wenn Olivenöl frisch und ohne Filtration abgefüllt wird, enthält es noch einen gewissen Anteil von Schwebstoffen aus der Pressung. Der bittere Geschmack ist auch ein gutes Zeichen, denn je frischer die Olive, desto mehr Bitterstoffe enthält sie.

@U.Kubitscheck: Die Gefahr von Weichmachern im Öl wird immer wieder diskutiert. Wahrscheinlich wird das Thema überbewertet, aber wir persönlich bevorzugen auch Olivenöl aus Glasflaschen. Auch hier können theoretisch Weichmacher enthalten sein (von Kunststoffschläuchen während der Pressung, von Kunststofffässern bei der Zwischenlagerung oder vom Kunststoff aus dem Flaschenverschluss).

@ Heike: Die Metallkanister sind meist aus Weißblech. Für eine Aufbewahrung von einigen Monaten scheint der Metallkanister (nach Glas) am besten geeignet. Auch wenn es dazu wie bei allem verschiedene Aufassungen gibt. Hier ist ein englischer Beitrag, der verschiedene Materialen bei der Lagerung zusammenfasst.

Guten Tag,
ich habe eine Flasche Olivenöl mit dem "Bio" Sigel erhalten -Herkunft laut Etikett Tunesien- erhalten. Auf dem Etikett steht auch: "Dieses Produkt kann Spuren von Sesam enthalten".
Ist das Olivenöl hier etwa mit Sesamöl gemischt worden ?
Mit freundlichen Grüßen
J.Ell

Wir können natürlich über Ihr Olivenöl aus Tunesien nichts konkretes sagen, aber der Hinweis "Kann Spuren von ... enthalten" wird oft verwendet wenn zur Herstellung von zwei unterschiedlichen Produkten die gleichen Maschinen verwendet wurden. In ihrem Fall könnte ich mir vorstellen, dass die gleiche Ölmühle oder ein Teil (wie z.B. die Zentrifuge) auch zur Herstellung von Sesamöl verwendet wurde.

Hallo an die Öl-Profis,
ich habe selber eine Finca mit vielen Ölbäumen in der Nähe von Tarragona. Jedes Jahr im Nov-Dez ernten wir unsere Naturbelassenen Oliven und freuen uns auf das Ergebnis, bzw. Öl.
Altes Olivenöl muss man(n) lange nicht wegwerfen. Zum frittieren ist es noch lange gut. Für eine Hautkur, bzw. Haarkur immer gut. Möbel und Leder sehen nach einer Behandlung wie neu aus. Auto-Teile aus Gummi und Kunststoff sehen wie neu aus. 25% Öl mit 75% Wasser vermengt und in die Pflanzen gegossen, TOP. Der Rest wird bei mir in die Motorsäge (Bio-Öl) gekippt und die Bäume geschnitten.
Hasta luego
Rathay

https://de.wikipedia.org/wiki/Rauchpunkt
http://www.öl-kontor.de/info-brennwert-oel.php
http://eatsmarter.de/ernaehrung/news/welches-oel-zum-braten

Alle diese Quellen sagen, dass kaltgepresstes Olivenöl nicht zum Braten geeignet ist. Wieso sagen Sie etwas anderes, sind diese Quellen alle unzuverlässig?

Ölivenöl wird traditionell seit vielen Jahrtausenden zum kochen aller Art eingesetzt, ob schmoren, frittieren oder braten.

Die erste Quelle sagt nur, dass man Öl nicht über den Rauchpunkt erhitzen soll. Bitte verzeihen sie mir den Vergleich. Man sollte auch keinen Alkohol trinken, denn Alkohol erhöht IMMER das Risiko an Darmkrebs zu erkranken, allerdings kann ein Glas Rotwein auch das Risiko für anderen Krebsarten reduzieren. Was nun?

Genauso wie man nicht zu viel Alkohol trinken sollte, sollte man auch bei kochen den gesunden Menschenverstand benutzen. Wenn das Öl raucht ist es zu heiß.

Quelle 2 sagt ...

Je höher der Rauchpunkt, desto besser ist das Öl zum Braten und Frittieren geeignet. Öle mit niedrigem Rauchpunkt sollte man idealerweise nicht erhitzen. Olivenöl besitzt von alle Pflanzenölen einen der höchsten Rauchpunkte.

Die Unterscheidung des Rauchpunktes für kaltgepresstes Olivenöl von 130-175 hängt vom Filtrationsgrad ab. Trübe Öle sollten wegen des niedrigeren Rauchpunktes nicht zum braten eingesetzt werden. Aber auch hier hilft der gesunde Menschenverstand. Wenn es raucht, ist es zu heiß.

Auch Quelle 3 sagt nichts anderes. Wenn es raucht, ist es zu heiß.

Vielen Dank für ihre Antwort!
Also darf ich auch kaltgepresstes Olivenöl zum Braten verwenden, solange ich darauf achte, dass es nicht zu heiß wird, richtig? Und ist es auch wirklich dann erst zu heiß, wenn es raucht? Oder ist das dann schon sehr, sehr viel zu heiß?
Viele Grüße,
Carl von Randow

Man sollte bei allen Ölen (egal von welcher Pflanze) besonders vorsichtig sein, solange das Öl alleine in der Pfanne erhitzt. Also der typische Satz in Rezepten:

Etwas Öl in der Pfanne erhitzen...

Dabei wird die Temperatur so hoch, dass der Rauchpunkt aller Öle überschritten wird - besonders bei Gasflammen.

Sobald das Bratgut (d.h. Fleisch, Gemüse, usw.) in der Pfanne ist, wird die Temperatur durch das enthaltene Wasser meist von alleine auf ca. 100°C bis maximal 200°C reguliert.

Ein guter Tipp. Wenn das Öl in der Pfanne erhitzt kann man einen Tropfen Wasser oder ein kleines Stückchen Zwiebel in die Pfanne geben. Sobald es anfängt zu Brutzeln ist die richtige Temperatur erreicht.

Lediglich beim scharfen Anbraten von Fleisch (z.B. Steak) braucht man höhere Temperaturen. Hier gilt die Regel wie in Ihrer Frage

Es ist erst dann erst zu heiß, wenn es raucht.

guten Tag
wir haben bei unserem Vermieter in Italien frisch gepresstes, diesjähriges Olivenoel gekauft. Muss es noch gelagert werden vor dem Gebrauch???

Frisches Olivenöl muss nicht gelagert werden. Es kann sofort verzehrt werden. Mit der Zeit verändert sich der Geschmack jedoch etwas. Das Öl wird meist etwas milder.

Ich habe keine Frage, das vorneweg. Ich möchte Ihnen und Ihrem Team nur danken für die wirklich ausgezeichneten Antworten in diesem Blog. PS war heute zum ersten mal beim Olivenöl pressen in der nähe von Florenz dabei!

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