Olivenöl: 12 Dinge, die Sie wissen sollten

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Olivenöl gehört wie Salz und Pfeffer in jede Küche. Das Öl der Olive wird aus den ganzen Oliven mit Kern gepresst und gilt im Rahmen der mediterranen Küche (Mittelmeerküche) als besonders gesund. Der Grund dafür ist ein hoher Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, die helfen einen normalen Cholesterinspiegel im Blut zu erhalten.

12 Dinge, die Sie über Olivenöl wissen sollten

In Deutschland liegt der Der Pro-Kopf-Verbrauch pro Jahr bei ca. einem halben Liter Olivenöl mit jährlich steigender Tendenz. Im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn sind die Deutschen jedoch noch echte Anfänger. In Italien und Spanien liegt der Pro-Kopf-Verbrauch deutlich über 10 Litern und jeder Grieche verbraucht pro Jahr sogar über 15 Liter Olivenöl.

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1. Darf man mit Olivenöl braten?

Olivenöl ist sogar bestens zum Braten geeignet! Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Olivenöl als erste Wahl zum Braten und Frittieren. Man sollte nur wie bei jedem Lebensmittel darauf achten, dass es nicht anbrennt. Wenn es also über der Pfanne raucht, dann ist die Temperatur zu hoch.

2. Was ist eigentlich natives Olivenöl extra?

Nativ bedeutet "naturbelassen" und extra bedeutet "besonders gut". Der Name steht für die höchste Qualitätsstufe. Hierzulande dürfte es schwer sein, ein Öl mit einer anderen Bezeichnung zu bekommen, denn in Deutschland ist praktisch nur "natives Olivenöl extra" im Handel erhältlich.

3. Wieviele Kalorien hat Olivenöl?

Kalorien sind zwar nicht alles, wenn es um eine gesunde, fettarme Ernährung geht, aber wer gerne Olivenöl Kalorien zählt, der wird hier fündig:

  • 100 ml Olivenöl: 810 Kalorien (kcal)
  • 10 ml Olivenöl (ein Esslöffel): 81 Kalorien (kcal)
  • 5 ml Olivenöl (ein Teelöffel): 40 Kalorien (kcal)

4. Ist flockiges Olivenöl verdorben?

Nein. Bei Temperaturen unterhalb von +7 °C (z.B. im Kühlschrank) kann Olivenöl flockig werden. Dies ist normal und hat keinen Einfluss auf die Qualität des Öls. Bei den Schneeflockenartigen Kristallen handelt es sich um Wachse aus der Olivenschale, die bei diesen Temperaturen schon fest werden. Also um einen ganz natürlichen Bestandteil des Öls.

5. Wie lange ist Olivenöl haltbar?

Bei richtiger Lagerung ist gutes Olivenöl leicht bis zu 24 Monate haltbar.

Bei falscher Lagerung wird Olivenöl jedoch auch deutlich schneller ranzig, was Sie leicht am Geruch erkennen werden. Chemisch gesehen, zerfallen dabei die Fette meist durch Oxidation zu übelriechenden Substanzen. Dies macht das Öl ungenießbar, ist aber in der Regel nicht gesundheitsschädlich. Denn wegen seinem hohen Fettanteil ist die Gefahr des Wachstums von gesundheitsschädlichem Schimmel oder Bakterien gering. Vorsichtig sollte man nur bei eingelegten Kräutern oder frischem Knoblauch sein. Diese Bestandteile schimmeln leichter, besonders wenn sie nicht mehr ganz vom Öl bedeckt sind.

6. Wie sollten Sie Ihr Olivenöl lagern?

Olivenöl wird am besten gut verschlossen an einem dunklen und kühlen Ort (10 bis 16 °C) gelagert. Einige Öl-Bestandteile sind anfällig gegen Oxidation durch Luftsauerstoff. Deshalb sollten Sie Ihre Olivenölflasche immer gut verschließen. Auch UV-Licht, beispielsweise durch direkte Sonneneinstrahlung, fördert diese Alterungsprozesse im Öl.

Ungefähre Haltbarkeit von Olivenöl bei unterschiedlicher Lagerung:

  • warm, offen im Sonnenlicht: wenige Tage
  • warm, offen, lichtgeschützt: mehrere Wochen
  • warm, lichtgeschützt, luftgeschützt: mehrere Monate
  • kühl, lichtgeschützt, luftgeschützt: mehrere Jahre

Am besten wird Olivenöl wie Wein gelagert. Wenn Sie einen Keller haben, empfehlen wir die Lagerung größerer Mengen Olivenöl dort. Für den täglichen Gebrauch in der Küche oder auf dem Esstisch bietet sich ein stilvolles und praktisches Ölkännchen oder eine Karaffe an.

5 Liter Bag-in-Box oder Kanister

Hier erklären wir Ihnen die Bag-in-Box für die Lagerung von Olivenöl im Vergleich zum Weißblechkanister und Glasflasche.

7. Welche Inhaltsstoffe hat Olivenöl?

Olivenöl ist ein Naturprodukt mit vielen unterschiedlichen Bestandteilen:

  • Fettsäuren
    Olivenöl hat einen besonders hohen Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren
  • Vitamin E
  • Polyphenole
    Diese Scharf- und Bitterstoffe werden von Kennern auch geschmacklich hoch geschätzt. Sie sind außerdem für ihre entzündungshemmende und krebsvorbeugende Wirkung bekannt.
  • Chlorophyll
    Der Farbstoff der die Blätter (und Oliven) grün macht gibt auch dem Öl seine grüne Farbe.
  • Wachs
    Verantwortlich für die Schneeflockenartigen Kristalle bei gekühltem Olivenöl.
  • Alkohole und Ester aus der Frucht
    Diese geben dem Öl seine individuelle Note. Ihre Zusammensetzung unterscheidet sich wie beim Wein je nach Anbauort, Sorte, Reifegrad und Jahrgang.

8. Woher kommt das beste Olivenöl?

Die Frage nach dem besten Olivenöl, kann man genauso wenig beantworten wie die Frage nach dem besten Wein oder dem besten Käse. Rund um das Mittelmeer wird köstliches Olivenöl seit Jahrhunderten in verschiedensten Lagen und Oliven-Sorten hergestellt. Eine Liste der Länder mit der größten Olivenöl-Jahresproduktion finden Sie hier.

9. Wie erkennt man gutes Olivenöl?

Die Antwort ist: In erster Linie am Geschmack zusammen mit einer einwandfreien qualitativen Analyse. Denn gutes Olivenöl ist wie guter Wein: Hauptsächlich Geschmacksache.

Was macht guten Geschmack aus?

Ein gutes Öl hat typischer Weise eine ausgewogene Mischung von drei Geschmackskomponenten, nämlich fruchtig, bitter und scharf. Je nach persönlicher Vorliebe und dem Verwendungszweck werden dabei die unterschiedlichsten Ausprägungen als "ausgewogen" empfunden.

Ein extrem bitteres scharfes Olivenöl kann genau so gut sein, wie ein mild-fruchtiges Olivenöl.

  • Für zu Zubereitung einer Aioli werden viele ein eher mildes Olivenöl bevorzugen.
  • Mit einem Glas Wein harmoniert vielleicht ein fruchtig herzhaftes Olivenöl besser.
  • Als würzige Note beispielsweise auf einem Risotto kann ein pfeffrig scharfes und bitteres Öl einen guten Kontrapunkt setzen.

Worauf sollte man beim Kauf eines guten Olivenöls achten?

Beim Geschmack gibt es gewaltige Unterschiede. Wenn Sie ein gutes Olivenöl kaufen möchten, achten Sie in jedem Fall auf die Bezeichnung natives Olivenöl Extra (gleichbedeutend je nach Herkunftsland mit extra vergine, extra virgin, extra vierge), eine bestimmte Region als Herkunftsangabe (sonst ist das Öl meist ein Gemisch) und einen angemessenen Preis.

Was kostet ein gutes Olivenöl?

Wirklich gutes Öl lässt sich nicht billig herstellen. Supermarktpreise sind nur durch Mischung riesiger Mengen von eher durchschnittlicher geschmacklicher Qualität und den industriellen Einsatz von Maschinen möglich.

Das bestätigt auch die Stiftung Warentest bei in ihren jährlichen Testergebnissen. In den letzten Jahren haben die Discounter den zunehmenden Qualitätsanspruch der Kunden erkannt und offensichtliche Mängel beseitigt. Trotzdem ist der Geschmack von Massenware auch eines "Testsiegers" beim Discounter nicht vergleichbar mit einem wirklich guten handverlesenen Olivenöl.

Gutes Olivenöl kostet nicht die Welt – geschmack­liche High­lights haben aber ihren Preis.
Stiftung Warentest

Der durchschnittliche Preis im Laden für ein Olivenöl mit hervorragender Qualität liegt beim Kauf einer Flasche etwa zwischen 15 € und 30 € pro Liter. Bei höheren Abnahme-Mengen sinkt der Preis zunehmend durch geringere Verpackungs- und Handling-Kosten.

Wir empfehlen Ihnen natürlich auch einmal unser Oelea Olivenöl zu probieren, das wir jedes Jahr erntefrisch vor Ort in Griechenland verkosten, nach Geschmack auswählen und eigens importieren.

Unser Oelea Olivenöl schmeckt außergewöhnlich mild-fruchtig und harmonisiert hervorragend mit den meisten Gerichten.

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10. Muss es immer kaltgepresstes Olivenöl sein?

Die Antwort ist Ja. Aber sie werden sich auch schwer tun, etwas anderes zu finden, denn natives Olivenöl extra ist immer kaltgepresst oder kaltextrahiert, sonst darf es in Deutschland gar nicht verkauft werden. Deshalb ist auch der Hinweis "kaltgepresst" kein besonderes Qualitätsmerkmal.

11. Wie viele Oliven stecken in einem Liter Olivenöl?

Ein Olivenbaum trägt pro Jahr zirka 50-70 kg Kilogramm Oliven. Aus dieser Menge Oliven werden ungefähr 5 - 10 Liter Olivenöl gewonnen. Es ist schwer zu sagen, wie viele Oliven man genau für einen Liter Olivenöl benötigt, da es sehr große Unterschiede zwischen den verschiedenen Olivensorten, dem Erntezeitpunkt (je später im Jahr desto ölreicher sind die Oliven) und dem Anbaugebiet gibt. Der Ölgehalt schwankt natürlich auch mit der Anzahl an Sonnenstunden, der natürlichen oder künstlichen Bewässerung und dem Klima der Region. Aber als Anhaltspunkt kann man einen Wert von 3 bis 10 Kilo Oliven pro Liter Olivenöl annehmen.

12. Hilft Olivenöl gegen Mundgeruch?

Hier lautet die Antwort ja, denn das Ölziehen gegen Mundgeruch ist nicht nur ein altes Hausmittel, sondern wird auch in der ayurvedischen Heilkunst Anwendung. Das Olivenöl bindet riechende Substanzen und hemmt die verantwortlichen Bakterien.

Deshalb funktionieren hochwertige Olivenöle besser gegen Mundgeruch. Ein frisch geerntetes naturbelassenes Olivenöl mit seiner natürlichen Schärfe enthält besonders viele Substanzen die gegen die geruchsbildenden Bakterien wirken, wie z.B. unser köstliches erntefrisches Olivenöl aus Koroneïki-Oliven.

Zusatztipp: Ist Olivenöl gut für die Haare?

Wissenschaftliche oder fundierte Erkenntnisse zu der Frage, ob Olivenöl für die Haare gut ist, gibt es leider nicht. Das Internet bietet aber unzählige Forenbeiträge und Erfahrungsberichte, sowie hübsch aufbereitete Informationen.

Wenn man all diese Beiträge zusammenfasst, kann man folgendes sagen: Bei trockenen Haaren mit spröden Spitzen, scheint eine Kur mit Olivenöl zu helfen. Das Öl sollte aber nur an den Spitzen aufgetragen werden (Einwirkzeit etwa 30 Minuten bis 1 Stunde) und danach gründlich mit Shampoo ausgewaschen werden.

Verwenden Sie für Ihre Haare aber bitte nicht irgend ein Billig-Olivenöl. Auch bei der kosmetischen Anwendung auf den Haaren hat frisch geerntetes naturbelassenes Olivenöl Vorteile wegen seiner Inhaltsstoffe die z.B. antibakteriell und entzündungshemmend wirken.

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