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Olivenöl Analyse: Oleocanthal

Oleocanthal ist ein Inhaltsstoff von Olivenöl der zum Einen hauptverantwortlich für den bitteren Geschmack von Olivenöl ist und zum Anderen einige interessante gesundheitsfördernde Wirkungen besitzt.

Oleocanthal hat Ähnlichkeit mit Ibuprofen und zeigt neuen Wirkmechanismus gegen Krebszellen

Entdeckt wurde Oleocanthal als Inhaltsstoff von Olivenöl erst im Jahr 2005. Der US-amerikanische Wissenschaftler Gary K. Beauchamp fühlte sich durch den stechenden Reiz im Hals von frischem Olivenöl an ein ähnliches Gefühl ausgelöst durch Ibuprofen erinnert.

Gesundheitsfördernde Wirkungen

Untersuchungen haben gezeigt, dass Oleocanthal und Ibuprofen nicht nur den stechenden Reiz und eine ähnliche chemische Struktur gemeinsam haben, sondern auch die entzündungshemmende Wirkung und die Hemmung des Enzyms Cyclooxygenase (COX-1 und COX-2) welche auch für die Wirkung von Aspirin verantwortlich ist.

Eines vorweg: Viele der beschriebenen Wirkungen wurden bisher nur im Labor bzw. "im Reagenzglas" untersucht. Ob sich diese Wirkungen auch beim Menschen therapeutisch nutzen lassen und ob das Olivenöl welches wir über die Nahrung aufnehmen diese Wirkungen im Körper hat, wurde bisher nicht untersucht. Wir wollen die Euphorie nicht dämpfen, aber dies sollte immer beachtet werden, wenn von sensationellen gesundheitsfördernden Wirkungen im Essen berichtet wird.

Oleocanthal bewirkt Zelltod von Krebszellen

Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2015 konnte einen überraschenden und neuen Wirkmechanismus gegen Krebszellen zeigen. Nach nur 30 Minuten nach dem Kontakt mit Oleocanthal starben die untersuchten Krebszellen ab, da das Oleocanthal die Lysosomen-Membran der Zellen destabilisierte. Überraschend dabei ist, dass Krebszellen im Vergleich zu gesunden Zellen offensichtlich empfindlichere Lysosomen-Membran besitzen.

Original-Quelle: (-)-Oleocanthal rapidly and selectively induces cancer cell death via lysosomal membrane permeabilization (LMP), O LeGendre , P A S Breslin , D A Foster, 2015, Molecular & Cellular Oncology

Oleocanthal als Mögliche Therapie von Alzheimer

Aufgrund seiner phenolischen Struktur scheint Oleocanthal in der Lage zu sein, die für die Nervenzellen giftigen (neurotoxischen) amyloid-β1–42-Oligomere so zu verändern, dass Nervenzellen vor den schädlichen Effekten der Alzheimer-Krankheit geschützt werden.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Oleocanthal eine Leitsubstanz für die Entwicklung einer Alzheimer-Therapie werden könnte.

Original-Quelle: Alzheimer's-associated Aβ oligomers show altered structure, immunoreactivity and synaptotoxicity with low doses of oleocanthal, Toxicology and Applied Pharmacology, 2009, 240, 189-197.

Oleocanthal-Gehalt von Olivenöl

Oleocanthal macht mengenmäßig etwa 10% des Phenolgehalts von 100 bis 300 mg/kg im Olivenöl aus. Das heißt ein Kilogramm Olivenöl enthält nur circa 10 bis 30 mg Oleocanthal. Selbst bei einem hohen Olivenöl Verbrauch nimmt ein Mensch täglich so nicht mehr als 1 mg der gesundheitsfördernden Substanz zu sich.

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Kommentare

Eine sehr interessante Beschreibung!
Ich Möchte nur noch eine Quelle dazu fügen leider nur in griechisch.
Sie stammt aus der Universität Athens und Pr. Magiatis.

http://www.edpa.gr/htmls/files/agro6/progr/18.pdf

Vielen Dank

Theodoros Theodoropoulos

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