Olivenöl: Die 5 häufigsten Irrtümer | Oelea Olivenöl

Olivenöl: Die 5 häufigsten Irrtümer

Irrtum 1: Den Säuregehalt von Olivenöl kann man schmecken

In den letzten Jahren werben Olivenöl-Anbieter vermehrt mit Aussagen wie "Säuregehalt unter 0,17%". Viele Menschen meinen, man könnte diese Säure im Olivenöl schmecken. Dem ist aber NICHT so, denn dieser Wert sagt überhaupt nichts über den Geschmack aus. Gemessen wird beim Olivenöl NICHT ob es sauer oder scharf schmeckt, sondern die freien Fettsäuren.

5 häufige Irrtümer zu Olivenöl

Irrtum 2: Olivenöl mit einem geringen Säuregehalt schmeckt mild

Wie schon gesagt, der Säuregehalt sagt nichts über den Geschmack aus. Wer glaubt, ein Öl mit einem niedrigen Säuregehalt schmeckt milder, ist auf dem Holzweg. Ein geringer Säuregehalt im Labor bedeutet, die Oliven waren bei der Ernte frischer bzw. unreifer und wurden schnell verarbeitet. Denn der Säuregehalt steigt mit dem Reifegrad und der Lagerungszeit der Oliven. Eigentlich bedeutet ein geringer Säuregehalt das Gegenteil: Das Olivenöl schmeckt meist bitterer und schärfer, denn das ist der Geschmack von frischen Oliven.

Irrtum 3: Scharfes Olivenöl ist minderwertig

Über Geschmack lässt sich streiten, über Qualität eher nicht. Auch wenn Sie lieber mildes Olivenöl mögen, ist die Schärfe ein besonderes Qualitätsmerkmal. Die Regel lautet eher, je schärfer desto gesünder, denn die Schärfe kommt vom Inhaltsstoff Oleocanthal. Die Substanz Oleocanthal wurde erst 2005 von Wissenschaftlern in Olivenöl entdeckt und gilt als Hoffnungsträger der Forschung. Oleocanthal gilt als entzündungshemmend und blutverdünnend, könnte das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung reduzieren und verursachte in Versuchen das Absterben von Krebszellen. Ein stechender Schmerz im Rachen beim puren Genuss eines Löffels Olivenöl ist daher ein sehr gutes Zeichen.

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Irrtum 4: Bitteres Olivenöl ist minderwertig

Auch wenn Sie bitteren Geschmack nicht mögen, eine ausgewogene leichte Bitternote ist KEIN Zeichen eines minderwertigen Olivenöls, denn sie deutet auf frisch geerntete Oliven hin. Bitterstoffe sind übrigens auch gut für die Verdauung. In den letzten 100 Jahren des Industriezeitalters wurden Bitterstoffe aus vielen Pflanzen und Gemüse-Sorten herausgezüchtet, weil die meisten Menschen Bitterstoffe nicht mögen. Gesund sind sie trotzdem.

Irrtum 5: Ein brauner Bodensatz ist Moder oder Schimmel

Ein Bodensatz bildet sich bei frisch gepressten Olivenölen. In unserer Welt muss jedoch alles perfekt sein. Industrielle Olivenöle werden deshalb filtriert. Der braune Schleier, der das Olivenöl beim Schütteln trüb macht, ist nicht anderes als feine Olivenreste, die beim Mahlen und Pressen des Öls entstehen. Sie enthalten viele Geschmacksstoffe und Antioxidantien. Zu viel davon am Boden einer Flasche können sehr intensiv schmecken.

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Kommentare

Guten Tag
Frage: wie viele Kilogramm Oliven kann ein Erntehelfer ohne irgendwelche Erntegeräte pro Tag ernte ? Besten Dank für Ihre Antwort.
Freundliche Grüsse
Thomas Wegelin

Es ist schwer zu sagen wie viele Kilogramm Oliven ein Erntehelfer pro Tag ernten kann. Die Ernte komplett von Hand ist sehr aufwendig und wird deshalb eigentlich nur bei Tafeloliven angewendet.

Außerdem hängt es starkt von der Größe der Oliven ab, etwa ob es sich um kleinere Koroneiki Oliven oder große Kalamata Oliven handelt. Aber auch wie groß und verzweigt die Bäume sind. Ob das Gelände eben ist und Leitern gut platziert werden können, usw.

Der Ertrag ist vergleichbar mit der Weinlese. Ein erfahrener Lesehelfer schafft am Tag, je nach Terrain und Pflanzdichte, zwischen 500 und 2000 Kilogramm Wein.

Da Oliven nicht in Trauben hängen und die Oliven in hohen Bäumen schlechter erreichbar sind als Weintrauben, muss man den Wert grob durch 10 teilen, also 50 bis 200 Kilo Oliven pro Tag bei sorgfältiger Olivenernte nur per Hand.

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