Die Ursachen: Dürre und schlechte Ernten
Olivenöl wird oft als „flüssiges Gold“ bezeichnet - Wie wahr. Die Preise kennen seit Langem nur noch eine Richtung: nach oben. Das liegt vor allem daran, dass die seit Jahren anhaltende Trockenheit, vor allem in Spanien, dem weltgrößten Olivenölproduzenten für enorme Ernteeinbussen sorgt. Und da sich die Situation in Spanien und Italien auch 2023/2024 nicht wirklich verbessert hat, machte der Preis nochmal einen ordentlichen Sprung nach oben.
Dazu kommt, das auch in Griechenland sich die Ernte gegenüber dem Vorjahr, welches als "goldenes Jahr" bezeichnet wird, in manchen Regionen mehr als halbiert hat. Im Vergleich zwischen den Jahren 2022/2023 und 2023/2024 ist die Ernte in Griechenland von 350.000 Tonnen auf 160.000 Tonnen gesunken. Vor allem der trockene letzte Winter und die weiterhin ausbleibenden Regenfälle machen den Bäumen zu schaffen. Dazu kommt das anhaltende warme Wetter, was die Verbreitung der Olivenfliege in vielen Regionen enorm begünstigt.
Unsere Ernte in der Messinischen Region
Eine erfreuliche Nachricht gibt es dennoch: In Messenien, der Region aus der unser Oelea Olivenöl kommt, verlief die Ernte nicht ganz so schlecht wie im Rest des Landes aber sie ist dennoch auf fast 50% im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Dies spiegelt sich auch in unseren Erfahrungen und vor allem beim Preis wider. Nach einem stabilen Preisniveau in den letzten zehn Jahren hat sich der Preis in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt. Olivenöl wird metaphorisch zu flüssigem Gold.
Die Folgen: Exportstopps und Preisanpassung
Einige Länder wie die Türkei, Syrien oder Tunesien haben bereits Maßnahmen ergriffen und den Export von losem Olivenöl gestoppt. Bisher war eine solche Notwendigkeit in Griechenland jedoch nicht gegeben. Griechenland ist nach wie vor in der Lage, seinen eigenen Bedarf zu decken und sogar Überschüsse für den Export zu produzieren.
Aus diesem Grund müssen wir wenn die neue Ernte im März eintrifft erneut unseren Preis erhöhen. Die Preisanpassung wird eine Steigerung von 17 bis 20 Prozent umfassen. Wir unternehmen alles um Ihnen auch weiterhin ein Olivenöl von höchster Qualität anzubieten und begeben uns auch 2025 wie jedes Jahr wieder auf die Suche nach dem Besten Olivenöl der Saison - auch wenn die Herausforderungen größer werden.
Wenn Sie irgendwelche Fragen oder Bedenken haben, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren. Wir sind hier, um Sie zu unterstützen und stehen Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.
Ein herzliches Dankeschön für Ihre fortwährende Treue!
Gemeinsam werden wir diese Herausforderung meistern und weiterhin gemeinsam köstliche Momente mit Oelea Olivenöl in Ihrer Küche genießen.
Update April 2026: Erholung und neue Kostenbelastung
Nach dem Rekordniveau des Jahres 2024 haben sich die Olivenölpreise deutlich erholt. Im Herbst 2024 senkten die großen Einzelhändler in Deutschland ihre Preise erstmals seit Langem. Auslöser war eine deutlich bessere Ernteperspektive in Spanien. Aldi senkte seine 750-ml-Eigenmarke von 8,99 Euro auf 6,79 Euro, Rewe und andere Händler folgten.
Die Erntesaison 2024/25 verlief erheblich besser als die vorangegangene. Spanien verzeichnete rund 48 Prozent mehr Ertrag und erntete rund 1,26 Millionen Tonnen. In Griechenland stieg die Produktion von 160.000 auf rund 230.000 Tonnen, ein Plus von über 50 Prozent. Für unsere Ernte in der Messinischen Region war das eine spürbare Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Die Prognosen für die Saison 2025/26 fallen laut Internationalem Olivenrat noch besser aus: Spanien soll rund 1,42 Millionen Tonnen produzieren, Griechenland rund 250.000 Tonnen.
Allerdings gibt es einen neuen Kostenfaktor, den wir derzeit genau beobachten. Seit dem Frühjahr 2026 ist die geopolitische Lage im Nahen Osten deutlich angespannter. Durch den Krieg mit dem Iran und die zeitweise Sperrung der Straße von Hormus ist der Rohölpreis auf über 110 US-Dollar pro Barrel gestiegen. Das ist für uns relevant, weil unser Olivenöl per Lkw von Griechenland nach Deutschland transportiert wird. Steigende Dieselpreise werden über Frachtaufschläge direkt an die Logistikkosten weitergegeben. Wie stark sich das auf unsere Preiskalkulation auswirkt, hängt davon ab, wie sich die Lage in den kommenden Monaten entwickelt.